Symmetrie ist der Bezugspunkt unseres Seins, die Heilstätte, nach der wir uns in Beziehungen, in unserem ästhetischen Empfinden und in der Art, wie wir als Menschen der Welt gegenüberstehen, sehnen oder sie im umgekehrten Fall ablehnen. Symmetrien sind natürlich und wir können Strukturen brechen oder heiligen, aber uns niemals ganz von ihnen befreien. Diese Ambivalenz wirkt auf mich als Fotograf in jeder Situation des menschlichen Alltags, zu dessen Architekten jeder Einzelne von uns wird. Beeindruckend spürbar, greifbar und für so manchen Architekten vielleicht sogar schmeckbar, wird dieses synästhetische Empfinden von Strukturen in der Architekturfotografie. Das Große spiegelt sich im Kleinen. Und umgekehrt.